Nach Vorlage des Konzepts für eine „Kunsttankstelle“ beauftragte die Lübecker Bürgerschaft am 26.02.2015 den Bürgermeister, mit dem Verein "Gespräche zur konzeptionellen Entwicklung des ehemaligen Garagenhofs/Tankstelle ... zur Nutzung als Galerie/Atelier-Hof aufzunehmen." Der Standort solle mittelfristig im Bestand als Ort für Kulturschaffende und Kreative entwickelt werden.

Der Verein betrachtet dies als eine einmalige Chance und möchte engagiert der jahrelang vernachlässigten Immobilie zu neuem Wert und Glanz verhelfen, indem dort Ateliers und ein Ausstellungs- und Veranstaltungsraum samt einem kleinem Café eingerichtet werden. Hier soll ein neues Zentrum für künstlerische Begegnungen mit Aktivitäten wie Bilderkunst, Plastiken, Fotografie, Performances, Literaturlesungen, Kleinkunst usw. entstehen. Dieses würde sich auch gut in die Kette kultureller Standorte Musikhochschule, Holstentor, Musik- und Kongresshalle, „Walli“-Alternative und nördliche Wallhalbinsel einfügen.

In den ehemaligen Garagen sind 12-14 Ateliers geplant, welche auch von außen einsehbar sein sollen. Die ehemalige Werkstatthalle bietet sich als ein Raum für Ausstellungen, kleine Aufführungen, Performances und künstlerische Treffen an. Die Außenfläche zwischen der Halle und der Obertrave kann als Freifläche für z. B. Ausstellungen oder einzelne Kunstobjekte genutzt werden. Ein neuer öffentlicher Uferweg, ein kleines öffentliches Café und die Entsiegelung noch asphaltierter Gründstücksbereiche könnten einen weiteren Gewinn für die Öffentlichkeit darstellen, neben der Verschönerung der derzeit herunter gekommenen, z. T. beschmierten Außenwände, einem Durchblick durch die Halle von der Wallstraße auf die Obertrave u. a.

Aber bis dahin gibt es noch viel zu tun. Die Bausubstanz ist zum großen Teil baufällig. Erforderlich ist deren Sicherung. Und um die Garagen- und Tankstellengebäude für die o. g. Zwecke nutzen zu können sind bauliche Anpassungen notwendig, die unter Berücksichtigung der öffentlichen Belange und mit weitestgehender Erhaltung des Gebäudes durchzuführen sind. Um die bisherigen Garagen als Ateliers nutzen zu können ist nicht nur eine Zusammenlegung von Räumen, die Ausstattung mit Elektrizität, Zu- und Abwasseranlagen, Hochwasserschutz, einer Wärmeisolierung und Heizung erforderlich sondern auch ein besserer Zugang für Tageslicht z. B. in Form einer teilweisen Dacherhöhung und von zusätzlichen Fenstern. Die zuletzt als Kfz-Werkstatt genutzte Halle ist nur sinnvoll als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum nutzbar, wenn sie verbreitert wird. Die entsprechende Bauvoranfrage wurde aber auch schon positiv beantwortet.

 

Dies alles stellt eine große Herausforderung für einen Kunstverein dar. Doch die Defacto-Mitglieder wollen diese engagiert annehmen ...

 

Es gab dort auch schon viele Veranstaltungen, auch anlässlich der Lübecker Museumsnächte:

 

Die alte Tankstelle soll nicht nur eine interessante Historie - s. die alten Fotografien - haben, sondern auch eine Zukunft! Aber neben der Initiative des Vereins, den Planungen, Eigenleistungen und den Abstimmungen mit den maßgeblichen Lübecker Verwaltungsstellen bedarf es auch viel Geld: <<Mithelfen>>.