Der Roggenbuk, ein Wassertroll , der in der Trave wohnt, wird von Peter Fischer zum irdischen Leben in einer stählernen Gestalt  erweckt und blickt aus seiner Höhe von über zwei Metern auf Trave, Stadt und Menschen. Der Troll sorgt auch für eine Uraufführung. Uraufführungen wohnt immer etwas Magische inne, besonders, wenn sie einen eher mystischen Hintergrund haben. Der Lübecker Komponist Michael Töpel wird den Lübeckern sein für die Enthüllung des Kunstwerkes frisch komponiertes Streichertrio „ Roggenbuk“ für Violine, Viola und Cello vorstellen.  Die Leiterin des Theater Combinale, Sigrid Dettlof wird aus dem Roman „ Stadt aus Rauch“ von Svealena Kutschke Abschnitte lesen, in denen der Roggenbuk erwähnt wird. Für die Veranstaltung werden ausnahmslos alle dann geltenden pandemischen Hygienevorschriften eingehalten.

Michael Töpel entsprach einer Bitte von Peter Fischer, dem Roggenbuk einen besonderen musikalischen Hintergrund zu geben. Die noch nie gehörte Musik bildet den Roggenbuk in vier Sätzen ab: Portrait, Apercu, Clou und Pas de trois. Einige Überraschungen für die Gäste hat der Komponist dabei durchaus noch im Köcher. „Kein Stück von Trauer“, sagt er. Es spielen Jan Baruschke – Violine, Annette Töpel – Viola, Cem Cetinkaya – Violoncello.

Die Idee, den Roggenbuk Gestalt werden zu lassen, entstand bei Peter Fischer nach der Lesung von Svealena Kutschke aus ihrem Lübeck-Roman „Stadt aus Rauch“. In diesem Roman zeichnet die Autorin über drei Generationen ein Lübeck, das das Gegenstück zu Thomas Manns Buddenbrooks sein könnte: Lübeck aus der Sicht der engen Gassen, der Armut, Abhängigkeiten und Not und im festen Griff politischer Zeitläufte, denen die Menschen ausgesetzt sind. Hinter allem Geschehen taucht der Roggenbuk auf als ein zeitloses Wesen, dessen Aktivitäten allein im träge lauernden Beobachten liegt. Die Leiterin des Theater Combinale, Sigrid Dettlof wird aus dem Roman Abschnitte lesen, in denen der Roggenbuk erwähnt wird. „ Die alte Trave wird Augen machen, den Troll nun direkt am Holstentor zu sehen“ sagt Peter Fischer voraus.