Viecher haben Inken Kramp schon immer begeistert. Schon in jungen Jahren auf Helgoland hielt sie heimlich Kaninchen und verbrachte Nachmittage mit dem Nachbarshund. In der Ausstellung sind jetzt großformatige Acryldrucke ihrer Lieblingstiere und von anderen flüchtigen Bekannten zu sehen.

Inken Kramp wurde 1970 auf Helgoland geboren und hat Grafikdesign an der Werkunstschule Lübeck studiert. Sie lebt und arbeitet im Raum Lübeck, Stormarn und Hamburg als Grafikerin und Künstlerin: Acryldruck, Illustration, Fotografie, Siebdruck und anderes.

Die Ausstellung wird am 19.08. um 16 Uhr eröffnet. Die weiteren Öffnungszeiten bis zum 31.08. sind Dienstag bis Freitag 15-18 Uhr.

In den Garagen und im Garagenhof, in der Ausstellungshalle und auf der Freifläche an der Trave gibt es ab 18 Uhr wieder vieles zu sehen und auch etwas zu erleben. Schauen Sie, wie wir das 'Hier und Jetzt' umsetzen!  Bilder zum Anschauen, Skulpturen, Fotoausstellung, Künstler in Aktion, 'philosophische Wanderkarten',  Musik von 'Garage 21', dann Joe Green und seine Gitarre, Tresenverkauf, Suppenausschank, Caipirinha-Bar, Sabrina Peters und ihre Models in Göttinnengestalt, FredaFeder tanzt mit dem Feuer, welches es auch am Abend in einer Feuerschale am Wasser gibt.

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Gezeigt werden Druckgraphik, Malerei, Photographie und Installation. Die Arbeiten von Hanna Malzahn und Ele Runge sind Auseinandersetzungen mit Urbanität und menschlichen Grenzsituationen. Die Ausstellung spricht Missstände und prekäre Lebenssituationen an und macht sie bildhaft deutlich. Themen wie Heimat, Entwurzelung, Flucht und Obdachlosigkeit werden ebenso angesprochen wie Schwarzweißdenken, Distanziertheit und Vereinsamung.

Die Vernissage findet am 31.08. um 19 Uhr statt. Die weiteren Öffnungszeiten vom 01.-14.09. sind Do./Fr. 15-18 Uhr und Sa./So. 11-16 Uhr.

Hanna Malzahn zeigt neben Druckgraphiken und kontrastreichen Flechtbildern Arbeiten aus einer umfangreichen Serie zum Thema Urbanität. Sie integriert in ihre Bilder architektonische Stile sowie Details verfremdeter Stadtansichten und Perspektiven. Architekturelemente lösen sich auf, um sich neu zu erfinden und neu zu positionieren. Oft verschwimmt dabei die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion entstehen Verbindungen, Vernetzungen und Verflechtungen. Fragmentarisch sind Collagen aus Papier, Zeichnungen, Druckmuster und Fotos eingearbeitet, die sich durch Übermalung,  zeichnerische Erweiterungen und angleichende Farbgebung in die Gesamtkomposition einfügen. Hann Malzahn ist Mitglied in der GEDOK und im BBK. Außerdem arbeitet sie als Kuratorin im Berenberg-Gossler-Haus in Hamburg-Niendorf.

Ele Runge geht es um Verknüpfungen, Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortlichkeit von Menschen, die in ungesicherten Verhältnissen leben und den Respekt gegenüber diesen Menschen. Sie setzt sich mit den inneren und äußeren Lebensumständen besonders derjenigen Menschen auseinander, die sich durch Flucht oder Obdachlosigkeit auf einer erzwungenen Wanderschaft befinden. 

Neben Fotoarbeiten und Installationen entwickelt die Künstlerin virtuelle Teppiche, die 'Carpets', deren Grundlage jeweils eines der Bilder aus der täglichen Bilderflut ist. Durch Fragmentierung und Neukomposition entsteht eine quasi-textile Struktur. Bei genauer Betrachtung lösen sich die Muster jedoch in kleinste Details auf, die Menschen in meist prekären Situationen erkennbar werden lassen.

Mit ihren Fotoinstallationen lenkt Ele Runge die Aufmerksamkeit des Betrachtersauf Menschen, denen wir täglich begegnen, die wir aber – weil außerhalb unserer persönlichen Komfortzone -  meist wie nicht vorhanden ausblenden. Ele Runge ist Mitglied der GEDOK.

 

Kunst: Wer hier nur an Bilder und Skulpturen denkt, für hunderte oder tausende oder noch mehr €, liegt falsch. Kunst soll unabhängig sein von Größe, Gestaltung und Preis! Und Kunst soll nicht nur auf Ausstellungen in Museen und zu festen Uhrzeiten sichtbar und zu hohen Preisen käuflich  sein. Die Lösung: der Kunstautomat! Seit dem 24.03. gibt es ihn in der Wallstraße 3-5, außen an der Kunsttankstelle. 

4  € kostet es, aus dem Automaten eine zigarettengroße Schachtel zu ziehen. Enthalten sind Arbeiten von Defacto-Mitgliedern und anderen, auch überregionalen Künstlern, zusammen mit einem Beipackzettel.

Erfunden wurden die Kunstautomaten schon vor mehreren Jahrzehnten, und sie haben es schon auf eine Documenta geschafft. „Kunstautomaten entstanden aus der Überlegung heraus, wie wir eine neue Schnittstelle zwischen Künstlern und Kunstinteressierten schaffen können“, schreiben die Erbauer des Lübecker Automaten, und „unser Ziel ist es, durch den Kunstautomaten die Kunst wieder in unser tägliches Lebensumfeld zu bringen“.

Bekannte und weniger bekannte Künstler stellen Unikate oder Kleinstauflagen von Kunstwerken her, welche in eine Schachtel in Zigarettenpackungsgröße passen. Bilder, Plastiken, Keramiken können das sein. Deutschlandweit  gibt es schon viele Kunstautomaten. Hergestellt und angebracht wurde der Lübecker Automat von Andreas Petzke vom Kunsthaus Oschersleben, die Aufstellung hat Inken Kramp vermittelt.

Wenn sie mal in der Gegend sind: Schauen Sie ihn sich an und lassen Sie sich überraschen!

Zu den Kunstautomaten gibt es auch einen 2 1/2 minütigen Film auf ZDF Heute plus